Schweizer Uhrenindustrie: Das muss man wissen

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Die Uhrenbranche in der Schweiz wurde zwar stark durch die Corona-Krise erschüttert, jedoch ist und bleibt „Made in Switzerland“ das Symbol schlechthin für Präzision und Know-How im Uhrenbereich.

Bei der Schweizer Uhrenindustrie handelt es sich um ein Flaggschiff der Industrie, welches luxuriöse Schweizer Uhren in die gesamte Welt exportiert. Doch was sollten Uhrenfans über die Schweizer Uhrenindustrie eigentlich unbedingt wissen? Der folgende Beitrag verrät es.

Weltmarktführer im Bereich der Luxusuhren

Pro Jahr werden in der Schweiz circa 20 Millionen Uhren produziert. Diese Menge entspricht mehr als zwei Prozent der Zeitmesser, die weltweit überhaupt hergestellt werden. Besonders beeindruckend ist dabei, dass das Land hinsichtlich des Wertes der Uhren mehr als die Hälfte des internationalen Uhrenmarktes abdeckt. Der zusammengerechnete Umsatz für alle Schweizer Marken wird laut Schätzungen mit mehr als 50 Milliarden Schweizer Franken beziffert.

Die Schweiz überlässt ihrer Konkurrenz aus Deutschland und Frankreich somit im mittleren und oberen Preissegment ausschließlich die Krümel des Kuchens. Uhren, die einen Verkaufspreis von mehr als 1.000 Franken aufweisen, werden zu 95 Prozent in der Schweiz gefertigt.

Der Durchschnittswert der Uhren, die in der Schweiz gefertigt wurden, ist im Laufe der vergangenen Jahre außerdem kontinuierlich gestiegen – pro Stück auf nahezu 1.000 Dollar.

Schweizer Uhrenindustrie wird von Apples Smartwatches übertroffen

Allerdings ist die Uhrenindustrie in der Schweiz als Folge dieser Entwicklungen von einem Phänomen betroffen, was vielen Experten sorgen bereitet: Die Anzahl der produzierten Uhren nimmt drastisch ab.

Im Jahr 2019 wurden so rund zehn Prozent weniger Schweizer Uhren als im Jahr 2016 exportiert. Aufgrund der Corona-Krise konnten im Jahr 2020 von der Uhrenindustrie der Schweiz sogar nur circa 14 Millionen Uhren verkauft werden. Das Umsatzvolumen der Branche entspricht dadurch in 2020 den Werten der 1940er-Jahre.

Die Uhrenindustrie sieht sich jedoch nicht nur aufgrund der konjunkturellen Probleme mit großen strukturellen Herausforderungen konfrontiert. Die Smartwatches bilden dabei die größte Konkurrenz. Die „Swiss Made“-Uhren, die im Einstiegssegment positioniert sind, werden von der Apple Watch mächtig unter Druck gesetzt.

Die Marke Apple konnte von ihrer Smart Watch im Jahr 2019 alleine mehr Einheiten verkaufen als die gesamte Uhrenindustrie der Schweiz, obwohl der Verkauf der Uhren der Computerfirma erst vor fünf Jahren begann.

Beste Verkaufszahlen für die bekannteste Schweizer Marke

Von der Schweizer Uhrenmarke, die sich durch ihre charakteristische Krone auszeichnet, geht seit jeher eine außergewöhnlich hohe symbolische Bedeutung aus. So nimmt die Marke Rolex einen festen Platz in der Welt des Luxus ein. Ob Donald Trump, Brad Pitt, Jay-Z oder Roger Federer – an den Handgelenken berühmter Persönlichkeiten ist keine Uhr so oft zu finden, wie die Rolex.

Weltweit handelt es sich bei dieser um die Uhrenmarke der Schweiz, die am häufigsten verkauft wird. Der Umsatz überschritt im Jahr 2019 den Betrag von fünf Milliarden Franken. Allerdings handelt es sich dabei lediglich um einen Wert, der durch externe Agenturen geschätzt wird, denn Rolex ist bekannt dafür, seine Geschäfte überaus diskret abzuwickeln. Kontrolliert wird die Marke dabei nach wie vor durch die Stiftung der Familie Wilsdorf, welche die Marke gegründet hat. An der Börse ist das Unternehmen nicht kotiert, sodass mit den Wertpapieren kein Handel betrieben werden kann. Die Marke Rolex, die in Genf ihren Sitz hat, ist so in der Lage, ihre Kommunikation in der Öffentlichkeit frei zu steuern, da sie keine Regeln hinsichtlich der Börsentransparenz beachten muss.

Beitrag von auf 15. Juli 2021. Abgelegt unter Mode & Lifestyle. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Antworten geschlossen, Trackback ist möglich.



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