Straßenszene in Montmartre von Vincent van Gogh als Kunstkopie durch Auftragsmalerei

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Das originale Gemälde „Straßenszene in Montmartre „ von Vincent van Gogh wird im März versteigert.
Dieses Werk von Vincent van Gogh aus seiner Zeit in Paris konnte vorher nie von der breiten Masse bewundert werden, da es sich mehr als ein Jahrhundert lang in der Privatsammlung einer französischen Familie befunden hat. Nun ist es der Öffentlichkeit vorgestellt worden.
Es zeigt Pariser Bürger, die durch eine ländliche und karge Landschaft von Le Moulin de la Galette an der Ecke Rue Lepic und Rue Girardon flanieren. Im Hintergrund sieht man eine der letzten von 30 Mühlen, die einst den Montmartre-Hügel schmückten. Montmartre ist ein historisches Viertel, das auch heute noch eines der beliebtesten Ziele der Stadt ist. Von 1886 bis 1887 lebte van Gogh auf dem seinerzeit ländlichen Hügel bei seinem Bruder Theo in der Rue Lepic 54. Die Gemälde von 1886 wurden oft noch in Art seiner frühen Werke aus den Niederlanden und Brüssel in dunklen, düsteren Töne gemalt. Im Frühjahr 1887 setzte van Gogh auf Farbe und Licht und entwickelte seine eigenen Pinselstrich-Techniken, die auf Impressionismus und Pointillismus basierten.
Das Gemälde wird nun zum ersten Mal öffentlich ausgestellt, bevor es in Paris bei Sothebys versteigert wird. Es wird erwartet, dass es zwischen 5 und 8 Millionen Euro einbringen wird, wenn es im März versteigert wird.
Da das Ölbild nur ein einziges Mal vorhanden und für „Normalsterbliche“ unerschwinglich ist, können Kunstliebhaber die „Straßenszene in Montmartre“ jedoch als Reproduktion erwerben.
Claudia Mercier und Fabien Mirabaud vom Pariser Auktionshaus Mirabaud Mercier, die das Werk entdeckt hatten waren sofort von diesem Gemälde begeistert.
Das Gemälde ist Teil einer Serie von Werken, die die berühmte Moulin de la Galette darstellen, eine Windmühle, die in einen Tanzsaal in Montmartre verwandelt wurde. Das Viertel ist bei Touristen und Einheimischen wegen seines dörflichen Charakters immer noch beliebt, aber die umliegenden Straßen wurden bebaut und haben kaum noch Ähnlichkeit mit der Szene auf dem Gemälde.
Das Gemälde gibt einen Einblick in Montmartre am Ende des 19. Jahrhunderts, als die veralteten Mühlen zu Touristenattraktionen und Freizeitorten wurden, an denen sich die Pariser zum Trinken, Tanzen und Entspannen trafen.
Nur sehr wenige Gemälde aus Van Goghs Montmartre- Periode befinden sich noch in Privatbesitz, während die meisten Werke dieser Schaffenszeit heute in Museumssammlungen auf der ganzen Welt zu finden sind.
Das Gemälde wird am 25. März von Sotheby’s in Paris versteigert. Zuvor wird es in Amsterdam und Hongkong öffentlich ausgestellt, bevor es seinen Weg nach Frankreich antritt.
Van Gogh wurde während seiner gesamten Karriere immer wieder unterschätzt und verkaufte kaum eines seiner Gemälde. Er starb 1890, angeblich nachdem er sich erschossen hatte. Die rostige Handfeuerwaffe, die er bei der Erschießung benutzt haben soll, wurde später entdeckt und im Jahr 2019 verkauft.

Beitrag von auf 11. März 2021. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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