Und nächstes Jahr dann “unten ohne” – Bootfahren ohne Gift

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Jetzt, am Ende der Sportbootsaison, treffen viele
Bootseigner eine wichtige Entscheidung. Sollen sie die Winterpause
dafür nutzen, die giftigen Antifoulinganstriche an ihren Booten
aufzufrischen oder sollen sie auf umweltfreundliche Verfahren
umstellen? Aus Sicht des Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany)
sind es noch immer zu wenige Bootseigentümer, die sich die Frage nach
umweltverträglichen Methoden zum Schutz vor lästigen Ablagerungen am
Bootsrumpf stellen und auf Alternativverfahren umsteigen.

“Es gibt umweltschonende Alternativen zur Entfernung von störendem
Bewuchs an Bootsrümpfen für Süßwasserreviere. Bootseigner,
Sportbootverbände und die Politik sind jetzt gefragt, den Eintrag
dieser umweltgefährlichen Substanzen in deutsche Seen und Flüsse
endlich zu beenden”, fordert PAN-Biozidexpertin Susanne Smolka. Die
Antifoulinganstriche gegen den Bewuchs von Algen, Muscheln und
Kleinstlebewesen an den Bootsrümpfen setzen kontinuierlich
gewässergefährdende Substanzen, sogenannte Biozide, frei. Dass diese
Anwendung fast uneingeschränkt in Deutschland möglich ist, erstaunt.
Schließlich wird beim Pflanzenschutz, in der Industrie und im
städtischen Bereich vieles dafür getan, den Eintrag gefährlicher
Stoffe in die Gewässer technisch und regulatorisch zu verhindern. Im
Falle der biozidhaltigen Antifoulingfarben gibt es bislang erst ein
Revier in Deutschland, in dem ihr Einsatz über eine Verordnung
grundsätzlich verboten ist, in der Wakenitz und auf den Ratzeburger
Seen. Und dort funktioniert es – seit nunmehr 13 Jahren! “Solche
regionalen Biozid-Verbote sollten deutlich vorangetrieben werden.
Andere Länder, insbesondere unsere skandinavischen Nachbarn, sind da
schon viel weiter”, so Smolka.

Immerhin, ein Erfolg für den Umweltschutz ist das EU-weite Verbot
von Cybutryn (auch Irgarol® oder s-triazin genannt). Wer noch
Restmengen von Antifouling-Produkten mit Cybutryn besitzt, ist
aufgerufen, diese bis zum 31. Januar 2017 bei
Problemstoffsammelstellen abzugeben. Wünschenswert aus Sicht von PAN
Germany wären weitere Verwendungsverbote von Antifoulings. Denn nicht
nur Cybutryn, sondern alle biozidhaltigen Antifoulings wirken negativ
auf die Umwelt und viele sind zudem gesundheitsschädlich. “Ihr
Einsatz wird spätestens dann unvertretbar, wenn praktikable
Alternativen zur Verfügung stehen und dies ist für Sportboote in
Binnengewässern jetzt schon der Fall. Jetzt ist die richtige Zeit für
Bootseigner, sich zu informieren und auf Nachhaltigkeit umzusteigen”,
empfiehlt die Biozid-Expertin von PAN Germany.

In dem aktuellen Faltblatt “Ihr Manöver für Umwelt und Gesundheit
– Alternativen zu Biozid-Antifoulings” hat PAN Germany für
umweltbewusste Booteigner hilfreiche Informationen zusammengestellt.

PAN-Faltblatt: “Ihr Manöver für Umwelt und Gesundheit –
Alternativen zu Biozid-Antifoulings”: http://ots.de/oEmdN

Weitere Informationen auf der PAN-Webseite “Antifoulings” unter:
http://ots.de/mWV5y

Pressekontakt:
Susanne Smolka
(Referentin für Biozide / Pestizide)
Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany),
Tel. 040-3991910-24, Mobil: 0176-78587727
E-Mail: susanne.smolka@pan-germany.org,
www.pan-germany.org

Original-Content von: PAN Germany, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 6. Oktober 2016. Abgelegt unter Freizeit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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