Volkskrankheit Parodontitis – Wenn eine Zahnentzündung den ganzen Körper krank macht

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Düsseldorf/Kempen im August 2015. Rot gefärbte Zahnpasta beim Zähneputzen oder blutige Abdrücke beim Biss in den Apfel – dies sind ernstzunehmende Anzeichen für eine bestehende Parodontitis, bedingt durch eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates. Suchen Patienten nicht rechtzeitig einen Arzt auf, führt diese Erkrankung zu Knochenabbau, wodurch die Zähne ihren Halt verlieren und ausfallen. „Parodontitis ist der Hauptgrund für Zahnverlust bei Erwachsenen, daher gilt es einer Erkrankung vorzubeugen beziehungsweise sie frühzeitig zu erkennen und zu behandeln“, sagt Dr. med. dent. Patrick Ilbag, Mitinhaber der Salierpraxis mit Standorten in Düsseldorf und Kempen.

Folgeerkrankungen über die Zähne hinaus
Meist geht Parodontitis aus schlechter Mundhygiene hervor, da die Zahnbürste Stellen wie Backenzähne oder Zahnzwischenräume oft nur unzureichend oder gar nicht erreicht. An diesen Stellen lagert sich Belag als perfekter Nährboden für Bakterien ab, die sich im gesamten Mundraum ausbreiten und den Zahnhalteapparat und Knochen angreifen. Neben mangelnder Pflege kann diese Erkrankung aber auch erblich bedingt sein oder durch übermäßiges Rauchen, falsche Ernährung, Stress und Diabetes ausgelöst werden. „Durch Parodontalkeime entstandene Gifte breiten sich dann ohne Behandlung nach und nach im Organismus aus und führen zu Folgeerkrankungen im ganzen Körper. Dadurch steigen die Risiken für Diabetes, Herz- und Gefäßerkrankungen, Schlaganfälle und rheumatische Beschwerden“, erklärt Dr. Ilbag.

Gründliche Zahnpflege das A und O
Studien zufolge sind in Deutschland allein etwa acht Millionen über 35-Jährige von einer Parodontitis betroffen. Damit zählt sie noch vor Karies zur Volkskrankheit Nr. 1 der Zähne. „Spätestens wenn sich ein Rückgang des Zahnfleisches, freiliegende, empfindliche Zahnhälse oder häufig auch ein metallischer Geschmack im Mund fest-stellen lässt, sollten Betroffene handeln. „Für eine eindeutige Diagnose prüfen wir, ob Zähne locker sitzen oder große Zahnfleischtaschen bestehen, und erstellen Röntgenaufnahmen“, sagt Dr. Ilbag. Zur Bekämpfung einer bestehenden Erkrankung reinigt der Düsseldorfer Zahnarzt die Zähne professionell und entfernt Zahnstein, Keime und Beläge. Durch die Säuberung der Zahnfleischtaschen und Zahnwurzeln kommt auch die Entzündung zum Stillstand. Besteht bereits ein Knochendefekt, ersetzt Dr. Ilbag fehlendes Knochenmaterial mit geeigneten Füllstoffen. „Bei Parodontitis handelt es sich um eine chronische Erkrankung, weshalb die Nachsorge eine wesentliche Rolle spielt. Versäumen Patienten regelmäßige Kontrollen nach einer Parodontitisbehandlung, laufen sie Gefahr, erneut zu erkranken und weitere Zähne zu verlieren“, weiß Dr. Ilbag. „Zudem sollten Betroffene auch selbst durch eine gewissenhafte und gründliche Mundhygiene vorbeugen.“

Jeder Fall ist anders
„Eine Parodontitis kann ganz unterschiedlich verlaufen. In den meisten Fällen tritt sie nur bei Erwachsenen auf und verläuft schubweise über mehrere Jahre hinweg. Zum Zahnverlust kommt es daher erst recht spät. In einem frühen Stadium lässt sie sich noch einfach beseitigen. Daneben gibt es aber auch einen raschen, aggressiven Verlauf, mit recht großem Knochenverlust. Dies kann in seltenen Fällen auch bereits bei Kindern auftreten. Als Ursache dafür gilt meist eine schwache Immunabwehr oder besonders aggressive Erreger“, unterscheidet Dr. Ilbag. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle bereits im Kindesalter äußerst wichtig.

Weitere Informationen unter www.salierpraxis.de

Beitrag von auf 25. August 2015. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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