Welt-Alzheimertag / Kaplan: Größere Anstrengungen für eine bestmögliche Betreuung von Menschen mit Demenz

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„In einer Gesellschaft des langen Lebens wächst die
Zahl alter und hochbetagter Menschen kontinuierlich. Demenz ist damit
eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Viele Demenzkranke
sind auf Hilfe im Alltag und Pflege angewiesen. Wir brauchen deshalb
größere Anstrengungen für eine bestmögliche Betreuung dieser
Menschen, um ihnen zu einem möglichst langen selbstbestimmten Leben
in der Gesellschaft zu verhelfen“. Das sagte Dr. Max Kaplan,
Vize-Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich des morgigen
Welt-Alzheimertages.

„Ein wichtiger Baustein bei der Behandlung von Demenzerkrankten
sind Verfahren, die das Gedächtnis fördern und helfen, den Alltag
besser zu bewältigen. Ärztinnen und Ärzte können Verfahren anbieten,
die Erinnerungen wecken oder geistige Fähigkeiten anregen. Auch
körperliche Aktivität und Musik können dazu beitragen, den
geistigen Abbau etwas aufzuhalten und ein eigenständiges Leben länger
zu ermöglichen“, so Kaplan. Die BÄK hat eine Vielzahl von
Fortbildungsmaßnahmen für Ärztinnen und Ärzte zur Behandlung von
demenziell Erkrankten entwickelt, die von den Landesärztekammern
anerkannt und flächendeckend etabliert sind.

Kaplan begrüßte den Startschuss für die Entwicklung einer
„Nationalen Demenzstrategie“ der Bundesregierung. Die „Nationale
Demenzstrategie“ wird auf der bewährten Zusammenarbeit der „Allianz
für Menschen mit Demenz“ aufbauen. Die Allianz ist eine Initiative
von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden sowie über 20
Verbänden und Institutionen aus dem Pflege- und Gesundheitsbereich,
der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft. Sie haben sich
zusammengeschlossen, um gemeinsam für eine nachhaltige Verbesserung
der Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu
sorgen. Auch die BÄK gehört der „Allianz für Menschen mit Demenz“ an.

Kaplan betonte, dass Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen mit
den jüngsten Reformen im Bereich der Pflege mehr Unterstützung
erhalten. Das reiche aber nicht. „Wir brauchen mehr Personal in den
stationären Einrichtungen und wir müssen die ambulante Pflege,
teilstationäre Angebote und betreute Wohngruppen ausbauen“, sagte er.
Notwendig sei ein breites Angebot für Betreuung, Pflege und Therapie.
Denn die Erkrankten seien keine einheitliche Gruppe, sondern
Individuen mit ganz unterschiedlichen Lebensläufen, Kompetenzen und
Defiziten, die in unterschiedlichen sozialen und wirtschaftlichen
Situationen leben.

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Beitrag von auf 20. September 2018. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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