Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Korruption im Welt-Fußball

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Sepp Blatter hat seit jeher eine eigene Sicht
der Dinge. Wie nun möglicherweise auch der Fall Hoeneß belegt, kann
sich die tatsächliche Wahrheit in eine subjektive Wahrnehmung
verwandeln. Die Grenzübertretung ist fließend. Wann ist Betrug
Betrug? Wann ist Bestechung Bestechung? Da verrutschen gern mal die
Maßstäbe, wenn erst die verlockende Aussicht auf einen Vorteil viel
stärker wird als der Respekt vor Verbot und Gesetz. Die Korruption in
der Fifa, dem Fußballweltverband, gilt als erwiesen. Aber es passiert
nicht sehr viel mehr, als den 97 Jahre alten Joao Havelange zur
Herausgabe seiner Ehrenpräsidentschaft zu ermuntern. Der Mann war
involviert, jetzt ist er alt. Ein perfektes Bauernopfer, dargebracht
auch vom Chef selbst. An Blatter aber biss sich die Ethikkommission
seines Verbandes die Zähne aus. Wie hätte das auch anders sein
sollen, ist sie doch vom geschickten Schweizer als aufklärerisches
Feigenblatt mit angestoßen worden. Blatter bleibt der, der immer
davon kommt. Großes Ego, dichtes Netzwerk, niedrige Hemmschwelle – so
müssen Funktionäre sein. Jedenfalls die von seinem Schlag.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Beitrag von auf 30. April 2013. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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