Westfalenpost: Giftköder für Hunde

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Häufchen wegräumen. Hund an die Leine nehmen.
Fiffi das Bellen abtrainieren. Bello gut erziehen. Ratschläge, die
Hundehalter untereinander austauschen, um die Stimmung nicht weiter
zu vergiften. Ratschläge, die viele von ihnen eigentlich gar nicht
brauchen, weil sie sich weitgehend rücksichtsvoll verhalten. Es sind,
wie immer, einzelne, die den Ruf der Mehrheit ruinieren. Die ihre
Tiere vielleicht wichtiger nehmen als ihre Mitmenschen und als kleine
Kinder auf dem Spielplatz.

Helfen wird es den
Hundebesitzern aber wenig, diese Ratschläge zu befolgen. Denn nicht
einmal Tretminen auf dem Bürgersteig und Hundegebell im Treppenhaus
sind eine Rechtfertigung, Tiere zu vergiften und sie qualvoll sterben
zu lassen. Wer so etwas tut, verlangt von Hundehaltern mehr Anstand,
als er selbst besitzt. Der hat keinen Respekt vor Tieren. Keinen
Respekt vor ihren Haltern, die schlimmstenfalls unter dem Verlust
ihres Hundes leiden, mindestens aber in Angst um ihn leben. Der hat
keinen Respekt vor dem Rechtsstaat, sondern übt Selbstjustiz. Der
bringt, um seine Wut auszuleben, Kleinkinder in Gefahr, die womöglich
neugierig nach den mit Rasierklingen präparierten Wurststücken
greifen. Gegeben hat es so etwas vermutlich schon immer. Dass es so
häufig vorkommt – davon kann einem allerdings hundeelend werden.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

Beitrag von auf 31. August 2015. Abgelegt unter Kunst & Kultur. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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