Die Umsätze im Frauensport steigen weiter kontinuierlich

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In den letzten Jahren ist ein deutliches finanzielles Wachstum im Frauensport zu erkennen. Zwar ist noch lange nicht von einer gleichen Vergütung der Profisportlerinnen zu sprechen, doch steigen die Gehälter der Damen im Vergleich zu den Herren deutlicher an. Dies ist in erster Linie mit der steigenden Akzeptanz des Frauensports zu begründen. Die Leistungen der weiblichen Sportlerinnen gewinnen in der Öffentlichkeit weiter deutlich an Ansehen und sorgen für mehr Zuschauer und somit auch größere Umsätze.

Trotz der positiven Entwicklung ist der Unterschied zwischen dem Damen- und Herrensport noch gewaltig. So müssen manche Profifußballerinnen mit deutlich schlechteren Trainingsbedingungen und einem Bruchteil des Gehalts der Herren auskommen. Meist würde das Gehalt eines Durchschnittsbundesligaprofis dafür ausreichen, eine komplette Mannschaft aus der 1. Frauenbundesliga zu finanzieren.

Wie ungleich die Bedingungen für die Geschlechter sind, zeigt das Beispiel March Madness. Zwar handelt es sich dabei um ein Turnier von Collegeteams, deren Athletinnen und Athleten kein direktes Gehalt beziehen, doch kommen hier die besten Nachwuchsbasketballerinnen und Basketballer zusammen. Als zu Beginn des Turniers Mitte März die Bilder der unterschiedlichen Trainingsräume die Runde machten, war der Aufschrei rund um die unterschiedliche Behandlung zwischen den Damen und Herren groß. Während die jungen Männer eine ganze Halle voller Trainingsgeräte und Hantelbänke zur Verfügung hatten, standen den Damen nur wenige Gewichte und Isomatten zum Trainieren zur Verfügung. Inzwischen hat die NCAA, die das Turnier veranstaltet, aufgrund des öffentlichen Drucks nachgebessert. Trotzdem zeigt das Beispiel sehr gut, wie tief verwurzelt die unterschiedlichen Ansichten zwischen Frauen- und Männersport ist.

Da durch Social Media vielen Sportlerinnen nun Plattformen zur Verfügung stehen, um öffentlich auf die Diskrepanz aufmerksam zu machen, wird der Druck auf die verschiedenen Verbände deutlich erhöht und bessere Bedingungen für die Damen geschaffen. Aufgrund der immer noch sehr geringen Einnahmen durch TV-Gelder, Sponsorenverträge und Zuschauereinnahmen ist zwar nicht damit zu rechnen, dass in naher Zukunft gleiche Gehälter gezahlt werden, doch sollte man die Leistung der Frauen, die meist ihr Leben lang unter deutlich erschwerten Bedingungen trainieren, mehr Anerkennung finden.

Nur wenige Sportarten bieten den Frauen die Chance, ebenso viel Geld zu verdienen wie ihre männlichen Kollegen. Hier ist Tennis als lobendes Beispiel zu nennen. Schon seit längerer Zeit wird bei den Grand Slam Turnieren nicht mehr zwischen Damen und Herren unterschieden und das gleiche Preisgeld ausgezahlt. Allgemein ist zu sagen, dass besonders in den Individualsportarten das Gender Gap schmilzt und der Verdienst der Frauen, dem der Herren langsam annähert.

Um die Entwicklung des Damensports zu beschleunigen, sollte die ganze Sportindustrie mehr Chancen für den Frauensport schaffen. Dieser hat noch großes Entwicklungspotenzial und könnte in den nächsten Jahren starkes kommerzielles Wachstum generieren. Der Ball liegt dabei in den Händen der Herren. Sie sollten sich aktiv dafür einsetzen, dass ihre Kolleginnen in Zukunft deutlich besser bezahlt werden.

Beitrag von auf 29. März 2021. Abgelegt unter Freizeit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Antworten geschlossen, Trackback ist möglich.



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