Evaluiert, konsequent angegangen, fortwährend verbessert / Zahnmedizin in Deutschland gut aufgestellt und international führend

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Zur aktuellen Artikelreihe im “The Lancet” zum
Thema Mundgesundheit, in der die globale Mundgesundheitssituation
beschrieben wird, stellt die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) fest:
Zusammen mit den skandinavischen Ländern haben wir eine hervorragende
und beispielgebende Prävention in Deutschland. Gleichzeitig
ermöglicht das deutsche Gesundheitssystem im Bereich der Zahnmedizin
einen niedrigschwelligen Zugang zur Therapie und zur Prophylaxe. Das
lohnt sich, denn wir sind mit an der Weltspitze bei der
Mundgesundheit unserer Bevölkerung.

Aber natürlich gibt es noch Lücken, diese kennen wir ganz genau,
gehen sie aktiv an und adressieren sie immer wieder an die
gesundheitspolitischen Stakeholder – in erster Linie an die Politik –
aber auch die Öffentlichkeit, weil nicht alle Risikofaktoren allein
von der Zahnmedizin beeinflusst werden können. Für die Zahnmedizin in
Deutschland gilt, stetig dazuzulernen, um immer besser zu werden.

In Deutschland zeigen die Daten der DMS V*, dass mit der
deutlichen Orientierung auf die Prävention ab 1990 heute z.B. 81
Prozent der 12-Jährigen völlig kariesfrei sind, 30 Prozent weniger
Karies bei Erwachsenen (als noch 1997) vorherrscht. Anzugehende
Baustellen sind jedoch die Polarisierung des Erkrankungsrisikos
(Sozialschichtabhängigkeit), die frühkindliche Karies (ECC) und die
Prävention bei Pflegebedürftigen sowie bei Menschen mit Handicap –
und die Aufklärung über Mundhygiene und Ernährungsgewohnheiten,
speziell zum Zuckerkonsum.

“Besonders kritisch beurteilen die Lancet-Wissenschaftler die
Rolle der Zucker-, Lebensmittel- und Getränkeindustrie”, so
BZÄK-Vizepräsident Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, “hier rennen sie
bei uns offene Türen ein. Die BZÄK fordert schon seit längerem
verbindliche Maßnahmen zur Zuckerreduktion sowie für eine ausgewogene
Ernährung vor allem bei Kindern. Der gemeinsame Risikofaktorenansatz
bedarf einer klaren politischen Unterstützung und Förderung. Auch die
Bedeutung der Zahnmedizin in Zusammenhang mit anderen chronischen
degenerativen Erkrankungen in der Medizin betonen wir kontinuierlich.
Leider ist bei der aktuellen Novelle der Approbationsordnung für
Zahnärzte (ZApprO) gerade der Part, mehr Medizin in der
zahnärztlichen Ausbildung durch gemeinsame Ausbildung mit der
Medizin, gestrichen worden.”

Die Bundeszahnärztekammer unterstützt sowohl bevölkerungsweite als
auch gruppenprophylaktische Maßnahmen zur Verbesserung der
Mundgesundheit.

Sie setzt sich vor dem Hintergrund der Präventionsgesetzgebung in
Deutschland für die Erhaltung und Förderung der Gruppenprophylaxe
ein, und auch für eine stärkere Vernetzung mit anderen
gesundheitlichen Präventionsmaßnahmen. Bereits seit den 90er Jahren
wird die stärkere Aufklärung über die Rolle und Bedeutung der
Mundgesundheit und Mundhygiene – auch durch bundesweite Aktionen, wie
z.B. dem Tag der Zahngesundheit – regelmäßig thematisiert und
öffentlich begleitet.

Gleichzeitig werden von der BZÄK in den internationalen Gremien
wie dem Weltzahnärzteverband FDI deutliche Akzente gesetzt,
Mundgesundheit bei den globalen Problemlagen als wichtigen Teil
wahrzunehmen und die Rolle und Bedeutung der Zahnmedizin im Kontext
mit medizinischen Erkrankungen besser zu berücksichtigen.

Hintergrund:

*Die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) beschreibt
repräsentativ die Mundgesundheit der gesamten Bevölkerung in
Deutschland, sie gilt als eine der größten und fundiertesten
sozialepidemiologischen Studien zur Mundgesundheit weltweit.
www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/dms/Zusammenfassung_DMS_V.pdf

BZÄK-Positionspapier zur Lancet-Artikelserie:
www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/Position_globale_Mundgesundheit.pdf

BZÄK-Positionspapiere zum Thema Ernährung und Zucker:
www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/Position_Zucker.pdf sowie
www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/Position_Ernaehrung.pdf

Weitere Informationen zum Thema Prävention und
Gesundheitsförderung unter:
www.bzaek.de/praevention/gesundheitsfoerderung-praevention.html

Pressekontakt:
Dipl.-Des. Jette Krämer, Telefon: +49 30 40005-150,
E-Mail: presse@bzaek.de

Original-Content von: Bundeszahnärztekammer, übermittelt durch news aktuell

Beitrag von auf 23. Juli 2019. Abgelegt unter Gesundheit. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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