Geschichtsträchtiges Möbelstück die Recamiere

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Möbel im „alten“ Stil werden gerne genutzt, um das eigene zu Hause zu verschönern und, um Erinnerungen an vergangene Zeiten zu wecken.
Dazu eignet sich eine Récamière ganz besonders gut. Schließlich ist dieses Möbelstück ein sehr geschichtsträchtiges Sitzmöbel. Schon seit Ende des 16. Jahrhunderts finden diese Sofa-ähnlichen Möbel Verwendung. Damals wurden sie zunächst in französischen Salons genutzt – ganz besonders gerne von der französischen Salonière Julie Récamier, nach welcher das Möbelstück benannt wurde. Julie Récamier galt zu damaliger Zeit als eine der schönsten Frauen der Welt und wurde daher von vielen berühmten Malern in Porträts festgehalten. So auch von Jacques-Louis David, der sie in halbaufrechter Position auf einem Sofa malte, was ab diesem Zeitpunkt unter dem Namen „Récamière“ bekannt wurde.
Eine Récamière ist ein Sitzmöbel ohne Rückenlehne mit zwei geschwungenen Armlehnen auf der linken und rechten Seite, die jeweils gleich hoch sind. Da die Sitzfläche sehr lang ist, wurde die Récamière auch als „Ruheplatz“ genutzt. Die feinen Damen der Gesellschaft ruhten sich darauf aus und lehnten sich mit dem Rücken an den hohen Armlehnen an, so dass ihre Position mehr einem halbaufrechten Sitzen, als einem Liegen glich.
Heutzutage werden Récamières häufig mit einer Ottomane oder einer Chaiselongue verwechselt, da sich alle drei Sitzmöbel sehr ähnlich sehen und es nur minimale Unterschiede in der Optik gibt. So hat die Ottomane eine geschwungene Seitenlehne, die nicht über die gesamte Länge der Seite geführt wird. Die Chaiselongue dagegen wird, aufgrund ihres Aussehens auch gerne als „Tagesbett“ bezeichnet. Sie ist auch vielmehr ein Liege- als ein Sitzmöbel, ist gepolstert und besitzt eine erhöhte Kopfstütze. Allerdings keinerlei Arm- oder Seitenlehnen.
Die Bezeichnung Ottomane und Récamière werden heutzutage gerne vermischt. Auch Händler bezeichnen ihre Modelle mit einem der beiden Begriffe, da moderne Récamières Elemente von beiden Sitzmöbeln enthalten können, was eine klare Unterscheidung bei der Namensgebung schwierig macht. Doch viel wichtiger als der Name ist für viele Kunden vielmehr die Optik und die Bequemlichkeit dieses Möbelstücks. Zu den klassischen Variationen und stets gefragten Bestsellern gehören ohne Frage Récamières aus Rattan. Die natürlichen Fasern des Rattans eröffnen nicht nur den Designern viele Gestaltungsmöglichkeiten. Auch der Kunde hat, aufgrund der meist schlichten Farbigkeit die Möglichkeit das neue Sitzmöbel mit modischen Polstern oder Decken „aufzupeppen“. Außerdem fügt sich eine solche Rattan- Récamière harmonisch in bereits vorhandene Wohnkonzepte ein, so dass sie in fast jedem Raum einen Platz findet: ob im Wohnzimmer, dem Schlafzimmer, auf der Terrasse oder dem Wintergarten. Ein solches Möbelstück wird garantiert zum absoluten Blickfang und ist zudem noch sehr bequem. Durch die erhöhten Armlehnen, kann man fast aufrecht sitzen. Das ist besonders beim Lesen, Teetrinken oder Schreiben angenehm. Und wer fühlt sich beim Anblick einer schönen Rattan- Récamière nicht in die Zeiten des alten Frankreichs zurückversetzt? Und mit einem solchen Möbelstück verwandelt man jeden Raum in seinen ganz eigenen, französischen Salon.

Beitrag von auf 8. April 2010. Abgelegt unter Haus & Garten. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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