Foto: Fotolia / Robert Kneschke (No. 5737) sup.- Bei über 70 Prozent der Patienten mit schwerem Asthma wird in Deutschland keine zufriedenstellende Behandlung ihrer Beschwerden erreicht. Laut Informationen des „Weißbuch Lunge“, das über den Stellenwert von Lungenerkrankungen in Deutschland informiert, gilt bei 80 Prozent der Menschen mit leichtem Asthma die Krankheit als kontrolliert, bei denjenigen mit hohem Schweregrad trifft dies hingegen nur auf 28 Prozent zu. Ein wesentlicher Grund für diese schlechte Bilanz ist Einschätzungen von Experten zufolge u. a. die ausgeprägte Angst der Deutschen vor Kortison-Präparaten, was sich auch im Verordnungsverhalten der Ärzte widerspiegelt. Eine Hochdosis-Therapie mit entzündungshemmenden Kortikoiden (Steroiden) erhalten z. B. in Frankreich rund 53 Prozent der Asthmapatienten, in Spanien und England jeweils 36 Prozent, in Italien 30 Prozent, in Deutschland dagegen derzeit lediglich ca. 15 Prozent. Dabei ist wissenschaftlich unbestritten, dass bei schweren Formen des Asthmas ein verstärktes Entzündungsgeschehen in den Atemwegen vorliegt, das entsprechend intensiviert antientzündlich behandelt werden sollte. Hierzu sind Steroid-Präparate die erste Wahl unter den Medikamenten.
Insbesondere ältere Menschen haben in Deutschland allerdings oft die Befürchtung, dass kortisonhaltige Produkte zu Wassereinlagerungen und einer Gewichtszunahme führen können. Dies ist jedoch schon längst nicht mehr der Fall: Moderne synthetische Kortison-Medikamente üben keinen Einfluss auf den Wasser-Elektrolyt-Haushalt aus und werden im Vergleich zu den siebziger Jahren als Dauermedikament bei chronischen Erkrankungen wie Asthma in viel geringeren Dosierungen eingesetzt, das gilt auch für die so genannte Hochdosis-Therapie. Hinzu kommt: Anders als Tabletten oder Spritzen wirken inhalierte Kortison-Substanzen nicht auf den kompletten Körper, sondern lokal begrenzt nur auf die entzündeten Atemwege. Entsprechend gering sind die Belastungen und Nebenwirkungen auf den Organismus. „Die Behandlung mit hochdosiertem inhalativen Steroid wie bei der Kombination Foster 200/6 erlaubt es uns, bei Patienten, die trotz Dauertherapie immer noch eine unvollständige Asthmakontrolle haben, die antientzündliche Therapie zu intensivieren, ohne z. B. systemische Kortikoide einsetzen zu müssen“, bestätigt Dr. Ronald Doepner, Facharzt für Pneumologie aus Dortmund.
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