Welche Möglichkeiten einer 24-Stunden-Betreuung gibt es und was muss man beachten?

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Viele Familien sind mit der Pflege von pflegebedürftigen Angehörigen überfordert, weshalb diese nach Unterstützung durch eine 24-Stunden-Betreuung suchen. Welche Möglichkeiten es hierfür gibt und was man bei der Suche nach einer 24-Stunden-Betreuung sonst noch beachten sollte, das verraten wir Ihnen in dem folgenden Beitrag.

Drei Möglichkeiten zur Einstellung einer Betreuungsperson

Menschen, die auf der Suche nach einer 24-Stunden-Betreuung für ihre Angehörigen sind, haben in der heutigen Zeit verschiedene Möglichkeiten, zwischen denen diese sich entscheiden können.

Entsendemodell

Bei dem sogenannten Entsendemodell beauftragen die Angehörigen in der Regel eine Agentur, die sich in der Folge um die Beschaffung einer 24-Stunden-Betreuung kümmert. Die vermittelten Betreuungskräfte sind bei einem Entsendeunternehmen in ihrem Heimatland beschäftigt und werden von diesem bei Bedarf nach Deutschland vermittelt, über den die Betreuungskräfte während ihres Auslandsaufenthaltes versichert sind. Dies kann von dem Entsendeunternehmen durch eine sogenannte A1-Bescheinigung nachgewiesen werden.

Bei dem Entsendemodell ist die Beschäftigung einer ausländischen 24-Stunden-Betreuung aufgrund des hierzulande geltenden Mindestlohns nicht unter 2000 Euro im Monat möglich, was einem Verdienst von 9,35 Euro pro Stunde entspricht. 

Beauftragung von gewerbetreibenden

Angehörige von Pflegebedürftigen haben auch die Möglichkeit, eine selbstständige 24-Stunden-Betreuungskraft zu beauftragen. Das geht unter anderem über eine 24 Stunden Pflegekräfte Vermittlung, wobei die Kosten allerdings stark variieren können. Denn Gewerbetreibende können ihren Stundensatz selbst bestimmen, weshalb Angehörige für eine 24-Stunden-Betreuung aus einem osteuropäischen Land zwischen 2000 und 3000 Euro im Monat einplanen sollten. Dafür profitieren die Angehörigen von Pflegebedürftigen bei der Beauftragung von Pflegekräften über die eine Pflegevermittlung davon, dass die Betreuungskräfte allesamt legal beschäftigt werden.

Anstellung als Arbeitgeber

Angehörige, die nicht auf die Dienste eines Vermittlungsunternehmens vertrauen, Haben alternativ auch die Möglichkeit, eine 24-Stunden Betreuungskraft als Arbeitgeber zu beschäftigen. In diesem Fall sind die Angehörigen einer pflegebedürftigen Person selbst dafür verantwortlich, dass die Arbeitskräfte nach dem deutschen Arbeitsrecht beschäftigt werden und somit einen Anspruch auf ein angemessenes Gehalt, Freizeit und Urlaub haben.

Die Aufgaben einer 24-Stunden-Betreuung

Eine 24-Stunden-Betreuung kümmert sich um die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen, die in ihrem Alltag rund um die Uhr auf Unterstützung angewiesen sind. Dabei übernehmen diese unter anderem die folgenden Tätigkeiten:

  • Unterstützung bei der Körperpflege
  • Unterstützung beim Aufstehen oder Umlegen
  • Unterstützung beim Anziehen / Ausziehen
  • Unterstützung bei Toilettengängen
  • Begleitung zu Arztbesuchen
  • Unterstützung beim Einkaufen
  • Unterstützung im Haushalt
  • Gewährleistung eines strukturierten Tagesablaufs
  • Planung und Durchführung von Freizeitaktivitäten

Nachfrage nach Pflegekräften aus Osteuropa steigt

In den vergangenen Jahren ist vor allem die Nachfrage nach Pflegekräften aus Osteuropa äußerst rasant angestiegen. Dabei ist die Bezeichnung Pflegekraft in diesem Fall nicht korrekt, da es sich bei den meisten osteuropäischen Arbeitskräften, die sich hierzulande um die Betreuung pflegebedürftiger Menschen kümmern, nicht um examinierte Pflegekräfte handelt. Somit sind diese auch nicht dazu in der Lage, medizinische Maßnahmen durchzuführen. Doch da durch osteuropäische Arbeitskräfte die grundlegende Pflege gewährleistet wird, hat sich der Begriff osteuropäische Pflegekraft mit der Zeit etabliert.

Vor- und Nachteile einer osteuropäischen Pflegekraft

An dieser Stelle möchten wir noch einmal die Vorteile von osteuropäischen Pflegekräften zusammenfassen, damit Sie wissen, was Sie von einer 24-Stunden-Betreuung erwarten können.

Vorteile:

  • Pflegebedürftige Angehörige können länger zu Hause bleiben
  • Rund um die Uhr Betreuung, auch in der Nacht
  • Günstiger als die Betreuung durch eine deutsche Betreuungskraft
  • Deutliche Entlastung im Haushalt
  • Mehr Unterhaltung im Alltag
  • Gemeinsame Aktivitäten
  • Eine hohe Wertschätzung
  • Osteuropäische Arbeitskräfte können unkompliziert und legal beschäftigt werden
  • Starke psychische Entlastung für die Angehörigen

Nachteile:

  • Die Pflegekraft lebt in dem eigenen Haushalt oder dem Haushalt des pflegebedürftigen
  • Aufgrund der Herkunft kann es zu Verständigungsproblemen kommen
  • Den meisten osteuropäischen Pflegekräfte verfügen nicht über eine medizinische Qualifikation
Beitrag von auf 8. Juni 2021. Abgelegt unter Senioren. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Antworten geschlossen, Trackback ist möglich.



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