SOV verschiebt zweites Abo-Konzert auf November 2020

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Das Ensemble des Symphonieorchester Vorarlberg .
 

Hazod versichert weiter: „Wir geben nicht auf und arbeiten an guten Lösungen für unser Publikum.“ Das erste Abo-Konzert Ende September musste nach der überraschenden und kurzfristigen Beschränkung auf 250 Besucherinnen und Besucher entfallen. Die Restriktionen – für Hazod eine krasse Fehlentscheidung – sollen nach heutigem Stand frühestens Mitte Oktober aufgehoben werden. Somit wurde eine Umplanung der nächsten Konzerte nötig.

Gemeinsam mit Kirill Petrenko wurde eine Alternative gefunden: Das Symphonieorchester Vorarlberg spielt unter seiner Leitung am 27, 28. (Montforthaus Feldkirch) und am 29. November (Festspielhaus Bregenz). Die rasche Neuplanung ermöglichte der neue Chefdirigent Leo McFall, der die Termine des Konzerts 3 zur Verfügung stellte, welches unter seiner Leitung gestanden wäre. Somit wird sein Einstand im neuen Amt wohl zu einem späteren Zeitpunkt gefeiert, außerdem wird an einer Verlegung dieser Abo-3-Konzerte in den Juni 2021 mit großem Nachdruck gearbeitet.

Großes Werk und großer Dirigent
Kirill Petrenko wird den im Jahr 2008 begonnenen Gustav-Mahler-Zyklus mit dessen 9. Symphonie vollenden. Für das SOV ist dieses Werk eine Premiere. Erst im Mai des Vorjahres spielte es die monumentale 8. Symphonie. Nachfrage und Echo waren überwältigend. Das Hamburger Abendblatt beispielsweise beschrieb Kirill Petrenko als „einen Künstler, dem die Musikfans zu Füßen liegen“.

Petrenko ist Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker – und hierzulande ein guter Bekannter. Er wurde 1972 als Sohn einer Musikerfamilie im sibirischen Omsk geboren und kam 1990 nach Vorarlberg. Am Vorarlberger Landeskonservatorium studierte er Klavier und begann früh, mit dem SOV zusammenzuarbeiten. Das bildete die Basis für eine fortwährende Kooperation und Freundschaft zwischen Orchester und Dirigent.

Gustav Mahlers neunte Symphonie entstand 1909, ihre Uraufführung drei Jahre später erlebte der Komponist nicht mehr. Damit erfüllte sich Mahlers eigene Prophezeiung und ein makabres „Gesetz der Serie“. Viele bedeutende Komponisten starben nach der Vollendung ihrer neunten Symphonie. Daher hatte Mahler selbst großen Respekt vor diesem Werk.

„Unabsehbare Maßnahmen“
„Die Erlebnisse der letzten Woche stecken uns noch in den Knochen. Wir sehen natürlich, dass wir uns auch für den Novembertermin auf unabsehbare Maßnahmen der Landesregierung vorbereiten müssen. Wie es unser Sicherheitskonzept vorsieht, spielen wir viermal vor halbvollen Sälen“, sagt Hazod. Für den Fall der Fälle arbeitet er mit seinem Team an einem „Notfallplan“, der dem Publikum die Teilnahme am Konzert ermöglicht. Falls Ende November wieder bzw. immer noch nur 250 Personen im Publikum erlaubt sind, gibt es Überlegungen, das ganze Festspielhaus Bregenz zu nutzen.

Beitrag von auf 2. Oktober 2020. Abgelegt unter Kunst & Kultur, Vermischtes. Nachricht folgen durch RSS 2.0. Nachricht hinterlassen oder Trackback

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